Donnerstag, 11. Juni 2015

Intersolar Europe Award 2015 verliehen




Am gestrigen Mittwoch hat die Messe Intersolar Europe 2015 in München ihre Tore geöffnet. Laut Veranstalter gibt es mehr als 1.000 Aussteller, es werden bis Freitag insgesamt rund 40.000 Besucher erwartet. Der erste Messetag schloss mit der Verleihung des »Intersolar Europe Award 2015« und des »EES Award 2015«. Die ESS (Electrical Energy Storage) deckt als Parallelveranstaltung zur Intersolar den Schwerpunkt elektrische Speichersysteme ab. Unter insgesamt 109 Einreichungen hatte die Jury 28 Finalisten ausgewählt: jeweils zehn für den EES-Award und die Kategorie »Photovoltaik« des Intersolar Award sowie acht für die Kategorie »Solare Projekte in Europa« des Intersolar Award. In jeder Kategorie wurden drei gleich gewertete Preise vergeben. Den EES Award 2015 erhielten die Kostal Industrie Elektrik GmbH für ihr Speichersystem »PIKO BA System Li«, die Aquion Energy Inc. für ihre »Aqueous Hybrid Ion«-Batterien (AHITM) auf Basis von Salzwasser-Elektrolyten sowie die Solarwatt GmbH für ihr »MyReserve«-Speichersystem. Den Intersolar Award in der Kategorie »Solare Projekte« erhielten die Solarnova Deutschland GmbH für das »Aktiv-Stadthaus« in Frankfurt am Main (ein Plusenergie-Haus mit 75 Wohnungen), die Ritter Energie- und Umwelttechnik GmbH & Co. KG für das in Kooperation mit verschiedenen Forschungs- und Entwicklungspartnern auf einem Gebäude der Hochschule Karlsruhe installierte »Solarkollektorfeld mit Plasmatechnologie zur Dampferzeugung« sowie die IBC Solar AG für ihre Beteiligung an Planung und Realisierung der »EnFa – Die Energiefabrik«, eines Gewerbegebäudes mit nahezu autarker Strom- und Wärmeversorgung. Mit dem Intersolar Award in der Kategorie »Photovoltaik« wurden folgenden Firmen ausgezeichnet: REC Solar für die Module der »REC Twin Peak«-Serie, HiQ Solar Inc. für den dreiphasigen 8-Kilowatt-Wechselrichter »HiQ Solar TrueString 480V Inverter« sowie LG Electronics für die Module der Reihe »MonoX NeON 2« mit »CELLO«-Technologie. 
Quelle: Photon
http://www.intersolar.de

Mittwoch, 3. Juni 2015

Forschung: »Sharc25« will bei Dünnschichtsolarzellen einen Wirkungsgrad von 25 Prozent erreichen


In einem neuen europäischen Forschungsprojekt namens »Sharc25« haben sich Wissenschaftler das Ziel gesetzt, Wirkungsgrade bis 25 Prozent für im Koverdampfungsverfahren hergestellte Dünnschichtsolarzellen aus Kupfer-Indium-Gallium-Diselenid (CIGS) zu erreichen – das sind gut drei Prozentpunkte mehr als bisher. Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) koordiniert das Vorhaben von elf Forschungspartnern aus acht Ländern. Der Wirkungsgrad von Dünnschichtsolarzellen auf der Basis von Chalkopyriten hat sich nach Angaben des ZSW in den letzten Jahren stark verbessert. CIGS-Solarzellen auf Folie liegen mit 20,4 Prozent beinahe gleichauf mit multikristallinen Solarzellen. CIGS auf Glas erreichte 2013 erstmals einen Vorsprung, den es 2014 um 1,3 Prozentpunkte auf 21,7 Prozent ausbaute, heißt es in einer Mitteilung. Die beiden Weltrekordwerte wurden demnach von zwei Sharc25-Projektpartnern erreicht. Ein Transfer der Forschungsergebnisse in die Solarwirtschaft könnte bei erfolgreichem Abschluss laut ZSW in Europa die Kosten der industriellen Solarmodulproduktion auf unter 35 Cent pro Watt und die für installierte Solarstromsysteme auf unter 60 Cent pro Watt senken. Die Projektdauer beträgt 3,5 Jahre. Den Namen »Sharc25« kreierten die Forscher aus der Langfassung »Super high efficiency Cu(In, Ga)Se2 thin-film solar cells approaching 25%«. Subventioniert wird diese Industrieforschung durch das EU-Programm »Horizon 2020« mit insgesamt rund 4,6 Millionen Euro. Weitere 1,6 Millionen Euro kommen von der Schweizer Regierung. 
Quelle: Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg , Photon
http://www.zsw-bw.de