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In einem neuen europäischen Forschungsprojekt namens »Sharc25« haben sich
Wissenschaftler das Ziel gesetzt, Wirkungsgrade bis 25 Prozent für im
Koverdampfungsverfahren hergestellte Dünnschichtsolarzellen aus
Kupfer-Indium-Gallium-Diselenid (CIGS) zu erreichen – das sind gut drei
Prozentpunkte mehr als bisher. Das Zentrum für Sonnenenergie- und
Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) koordiniert das Vorhaben von
elf Forschungspartnern aus acht Ländern. Der Wirkungsgrad von
Dünnschichtsolarzellen auf der Basis von Chalkopyriten hat sich nach
Angaben des ZSW in den letzten Jahren stark verbessert. CIGS-Solarzellen
auf Folie liegen mit 20,4 Prozent beinahe gleichauf mit multikristallinen
Solarzellen. CIGS auf Glas erreichte 2013 erstmals einen Vorsprung, den es
2014 um 1,3 Prozentpunkte auf 21,7 Prozent ausbaute, heißt es in einer
Mitteilung. Die beiden Weltrekordwerte wurden demnach von zwei
Sharc25-Projektpartnern erreicht. Ein Transfer der Forschungsergebnisse in
die Solarwirtschaft könnte bei erfolgreichem Abschluss laut ZSW in Europa
die Kosten der industriellen Solarmodulproduktion auf unter 35 Cent pro
Watt und die für installierte Solarstromsysteme auf unter 60 Cent pro Watt
senken. Die Projektdauer beträgt 3,5 Jahre. Den Namen »Sharc25« kreierten
die Forscher aus der Langfassung »Super high efficiency Cu(In, Ga)Se2
thin-film solar cells approaching 25%«. Subventioniert wird diese
Industrieforschung durch das EU-Programm »Horizon 2020« mit insgesamt rund
4,6 Millionen Euro. Weitere 1,6 Millionen Euro kommen von der Schweizer
Regierung.
Quelle: Zentrum für Sonnenenergie- und
Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg , Photon
http://www.zsw-bw.de
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