Mittwoch, 3. Juni 2015

Forschung: »Sharc25« will bei Dünnschichtsolarzellen einen Wirkungsgrad von 25 Prozent erreichen


In einem neuen europäischen Forschungsprojekt namens »Sharc25« haben sich Wissenschaftler das Ziel gesetzt, Wirkungsgrade bis 25 Prozent für im Koverdampfungsverfahren hergestellte Dünnschichtsolarzellen aus Kupfer-Indium-Gallium-Diselenid (CIGS) zu erreichen – das sind gut drei Prozentpunkte mehr als bisher. Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) koordiniert das Vorhaben von elf Forschungspartnern aus acht Ländern. Der Wirkungsgrad von Dünnschichtsolarzellen auf der Basis von Chalkopyriten hat sich nach Angaben des ZSW in den letzten Jahren stark verbessert. CIGS-Solarzellen auf Folie liegen mit 20,4 Prozent beinahe gleichauf mit multikristallinen Solarzellen. CIGS auf Glas erreichte 2013 erstmals einen Vorsprung, den es 2014 um 1,3 Prozentpunkte auf 21,7 Prozent ausbaute, heißt es in einer Mitteilung. Die beiden Weltrekordwerte wurden demnach von zwei Sharc25-Projektpartnern erreicht. Ein Transfer der Forschungsergebnisse in die Solarwirtschaft könnte bei erfolgreichem Abschluss laut ZSW in Europa die Kosten der industriellen Solarmodulproduktion auf unter 35 Cent pro Watt und die für installierte Solarstromsysteme auf unter 60 Cent pro Watt senken. Die Projektdauer beträgt 3,5 Jahre. Den Namen »Sharc25« kreierten die Forscher aus der Langfassung »Super high efficiency Cu(In, Ga)Se2 thin-film solar cells approaching 25%«. Subventioniert wird diese Industrieforschung durch das EU-Programm »Horizon 2020« mit insgesamt rund 4,6 Millionen Euro. Weitere 1,6 Millionen Euro kommen von der Schweizer Regierung. 
Quelle: Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg , Photon
http://www.zsw-bw.de

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